Mit Schmerzen durch Schnee und Sonne. 28.11.2008
Nachdem wir uns von Augsburg verabschiedet hatten, war uns ja schon kar, dass wir aufgrund von Tobis Knieschmerzen künftig etwas langsamer unterwegs sein werden. Mit 40 bis 60 Kilometern täglich bewegten wir uns also auf Österreich zu. Wunderschönes Wetter setzte einen Kontrapunkt zum wehen Bein, dazu kam, dass das Alpenvorland südlich von Augsburg erstaunlicherweise tatsächlich so flach war, wie ich das in der Schule mal gelernt hatte. Wir bekamen von einer netten Metzgersfrau in Anerkennung unserer Pläne zwei Wienerle geschenkt, zelteten auf Schnee und übernachteten bei Rita und ihrer Familie - danke für die nette Unterkunft bei -15 Grad draußen!!
Unser dritter Tag war der schönste unserer gesamten bisherigen Tour, wenn auch für Tobi der schmerzhafteste - eine wunderschöne Landschaft mit sanften Anstiegen, die Wege größtenteils schneefrei und strahlender Sonnenschein, und endlich, endlich das Alpenpanorama, auf das wir gewartet hatten. So macht Radfahren im Winter Spaß!
In Füssen besorgten wir uns Postkarten für unsere Spendenaktion und fuhren über über eine fast enttäuschend unspektakuläre Grenze (doofe EU!) in unser erstes Ausland. Nun haben wir uns für drei Tage in Reutte niedergelassen und nehmen morgen unseren ersten Pass in Angriff. Der Arzt (den Tobi inzwischen konsultiert hat) sagt, dass die Knieschmerzen von der Überlastung herrühren und verschwinden würden mit der Zeit. Na, hoffentlich!
Nun sind wir gespannt auf die Berge und freuen uns auf unser nächstes Etappenziel Venedig.