Auf- und Abfahrten, erfolglose Wegsuche. 24.07.2007 - 45,90 km
Am Morgen werden wir von Holzfäller-Pferden und ihren menschlichen Arbeitskollegen geweckt, die uns freundlich zunicken (also, die Menschen). Wir frühstücken und fahren, äh, schieben dann durch eine tiefe matschige Rinne noch etwas weiter nach oben. Wir erreichen einen Ort und fahren über steile Straßen hinab in das nächste Dorf. Dort kaufen wir ausgiebig ein, da wir einen Abstecher "so richtig" in die Tatra hinein vorhaben. Wieder fahren wir ein Stück durch die Slowakei und erreichen an der Grenze den Ausgangspunkt der Straße zum Morskie Oko, einem sehr berühmten See.
Blick auf die Hohe Tatra.
Zu seinem Namen ("Meeresauge" auf deutsch) gibt es die schöne Geschichte, dass die Goralen (d.h. die "Ureinwohner" der Tatra) früher glaubten, er sei unterirdisch mit dem Meer verbunden. Der Morskie Oko ist in der Tatra ein großer Touristenmagnet, soll aber auch wunderschön sein und von ihm aus kann man wiederum Wanderungen in die Berge unternehmen. Zum See selbst führt eine Straße, nur ist die leider für Radfahrer gesperrt... hm, geahnt hatten wir das schon, versuchen wollten wir es dennoch und fahren jetzt weiter zu einem anderen Tal, das in unserer Karte als Fahrradstrecke ausgewiesen ist. Der Weg ist allerdings GRAUENHAFT, er besteht aus schön dicken, oben abgerundeten Steinen, die ihn zur Buckelpiste werden lassen.
Wir quälen uns 100 Höhenmeter hinauf und geben dann auf. Im Regen, der inzwischen eingesetzt hat, kommen wir die Piste kaum herunter, eine wahre Freude...
Wir fahren also nach Zakopane, wo wir noch vor dem Zentrum einen Campingplatz finden, der früher mal der Garten eines Einfamilienhauses war. Hauptsache, es ist noch Platz für unser Zelt.