Daniela:
„The word 'Et' means muh, right? Or is it mäh?“ Metin: „No
is it mäh, is it muh!“
Wie
Ihr seht: ich lerne die Sprache unseres derzeitigen Gastlandes,
zumindest gebe ich mir Mühe. Mein Lehrer ist in diesem Fall
Metin. Während unserer Zeit in Istanbul waren wir (nach den
ersten zwei Tagen bei Gizem und Bryan) nämlich zu Gast bei der
Familie Erol. Ein Teil dieser großen Familie wohnt in Tobis
Heimatdorf Meudt, und da die Familie Lauf aus Meudt ihnen von unseren
Plänen erzählte, war es möglich, dass wir eine gute
Woche hierbleiben. Dafür allen ein herzliches „Merci“!
Daniela und Gastgeber Feyzi, Metin und Ercan, Abendlicher Tee
Die
Erols haben sich sehr, sehr gut um uns gesorgt und wir haben die
Gastfreundschaft sehr genossen, eingeschlossen den
Gratis-Sprachunterricht. Metin spricht etwas Englisch, wodurch sich
häufig lustige Situationen ergaben. Tobi erhielt die Chance, im
großen Familienfußball (Metins Mannschaft gegen das Team
des Bruders seines Vaters) mitzuspielen, wenn auch nicht sehr
erfolgreich. Weil Tobi wissen will, ob sie mit Torwart spielen, Metin
das englische Wort aber nicht weiß, fragen wir: „Have you got
an Oliver⌠Nachnamen raten, bitte!⌡ or not?“ „Yes, my team has Oliver ⌠Nachnamen
raten, bitte!⌡
and my uncle's team has Oliver ⌠Nachnamen
raten, bitte!⌡.
Immer wieder... Fußball!
Zum Abschluss gab's nicht Bier wie nach einem deutschen
Freizeitmatch, sondern einheimische Süßspeisen mit Tee,
die die Verlierer bezahlen müssen. Çai, wie er hier
heißt, haben wir ohnehin schon sehr viel zu uns genommen. Bier
ist hier schon wesentlich weniger präsent als in Deutschland und
ist auch nicht in allen Geschäften vorrätig.
Bosporus von oben, Hagia Sophia, Blaue Moschee (3x), Bosporus bei Nacht
Ach ja,
vielleicht fragt Ihr Euch auch, was wir hier überhaupt die ganze
Zeit gemacht haben. Wir haben uns um unsere Visa gesorgt, das
aserbaidschanische haben wir schon im Pass, das iranische werden wir
in Trabzon abholen. Leider war dies nur über eine
Vermittlungsagentur möglich, die uns zusätzlich zu 60 Euro
Visagebühren noch 34 Euro pro Person verlangt. Wir haben uns
entschieden, es so zu machen, weil wir nicht noch länger in
Istanbul bleiben und warten wollten – und hoffen, das alles
gutgeht.
Spucken für Helene, Vitamine: zentraler Bestandteil unserer Ernährung, Nacht
Daneben beschäftigen wir uns natürlich mit
Sightseeing nutzen die Räume des großen Burger-Braters,
der nicht McDonald's heißt, als unser Büro, hier gibt es
nämlich W-Lan. Wir treffen uns nochmals mit unseren ersten
Gastgebern Gizem und Bryan sowie dem australisch-britischen
Radlerpaar Christa und Dan . Es macht großen Spaß, über
Pläne und Routen zu sprechen – und man hält sich sofort
für sehr viel gewöhnlicher, wenn man andere trifft, die
etwas ähnliches tun.
Nun geht’s weiter! Ob wir wohl
noch in der Lage sind radzufahren? Unseren Aufbruch verschieben wir
wegen Regens noch um einen Tag, aber nun wird es ernst. Noch
1.500.000 Meter in diesem Land warten auf uns!
P.S. Diesem
Beitrag fehlt ein Buchstabe, der auf unserem Laptop „out of order“
ist, welcher ist das wohl? (Merci an Alex V. aus B. für die
Idee)
P.P.S: Wir lieben den Asus eee, aber die Servicebereitschaft
von Asus ist nicht gerade umwerfend.