Bilder und Geschichten

Am 13. Juni 2010
sind wir nach 577 Tagen,
21.297 Kilometern und
36 besuchten Ländern
nach Deutschland zurückgekehrt.

Regelmäßig erzählen wir von unserer großen Reise. Termine findet Ihr hier.
 
Nach 577 Tagen, 21.297 km und 36 besuchten Ländern sind wir seit 13.06. wieder zurück in der Heimat. Weitere Infos folgen bald!
 

Kilometerzähler

Gesamtbilanz

  21.297  Kilometer
133.164  Höhenmeter

Letzte Position
N 50°29.507'  E 007°53.618' 
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Immer noch da PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Daniela   
Teheran
bis zum 14.05.2009


Nicht, dass Ihr denkt, wir haetten unsere Zeit in Teheran nur mit Visa-Erledigungen und Gesetzesbruechen verbracht. Nein, etwas abwechslungsreicher war die Zeit dann schon.


Blicke aus unserer Gastwohnung, unsere grandiose Gastgeberfamilie


Tobi beim Ausflug in die Berge


Der Grund, warum wir so lange Zeit in der iranischen Hauptstadt verbracht haben, liegt nicht in ihrer Schoenheit begruendet. Teheran ist eine fuer meinen Geschmack recht unattraktive, viel zu grosse Stadt. Waehrend Istanbul das Manko seiner ungeheuren Ausmasse mit seiner aussergewoehnlichen Lage und einigen wunderbaren Vierteln wettmachen kann, fehlt Teheran einfach etwas, und wenn es nur die netten Strassencafes sind. Nein, so richtig warm geworden bin ich mit dieser Stadt nicht, vieles habe ich aber auch nicht kennen gelernt. Am Fuss maechtiger Berge gelegen koennte auch alles so schoen sein, waere da nicht der taegliche Smog und chaotische Verkehr, der vor allem aus Taxis und Privatfahrzeugen besteht - Busse und U-Bahnen gibt es nur wenige. Eine Stadt, die in ihrer Groesse einfach explodiert zu sein scheint (es gewissermassen ja auch ist) und in der weiter ьberall ein grosses Wohngebaeude nach dem anderen hochgezogen wird.


Verkehr in Teheran, Smog, christliche Kirche

Von Teheran war ich aus familaeren Gruenden fuer eine gute Woche in Deutschland, waehrend Tobi in dieser Zeit Ausfluege in die Berge unternimmt, Teheran erkundet, an unserer Website herumbastelt und ueber eine Freundin unserer Gastgeberin einen Vortrag bei der Deutschen Botschaftsschule in Teheran organisiert.


Down with USA - die ehemalige amerikanische Botschaft


Der Imam-Khomeni-Schrein

So haben wir also immer noch etwas zu tun, als ich am 11. Mai wieder zurueck in Teheran bin. Zunaechst heisst es, unsere Visa beim turkmenischen Konsulat abzuholen, und bis auf die Tatsache, dass wir trotz zweiwoechiger Wartezeit aus unerfindlichen Gruenden die Expressgebuehr bezahlen muessen, funktioniert alles recht problemlos - mit der uns entgegenschlagenden Unfreundlichkeit haben wir ja schon gerechnet. Die Tadschiken verschieben unser schon ausgestelltes Visum problemlos (wohingegen die Usbeken meinen, dies sei nicht moeglich), und den Iran wollen wir nun mit innerhalb meines bei Ankunft am Flughafen ausgestellten 15-Tage-Visums verlassen.


Transport

Unser Vortrag bei der Deutschen Botschaftsschule macht uns grossen Spass. Vor allem die „Kleinen“ der ersten bis vierten Klasse fragen uns Loecher in den Bauch: „Haltet Ihr auch mal an, um auf Toilette zu gehen?“ oder „Habt Ihr das Foto selbst gemacht?“ (Google Earth Globus-Abbildung), und auch ihre Anmerkungen sind sehr erfrischend. Bei einem Bild vom Beginn unserer Reise ruft ein Junge: „Sie haben aber abgenommen!“ (Das Diskussionsthema sind wir ja schon gewohnt), und ist ein kaputtes Auto zu sehen traegt ein Maedchen bei: „Wir haben auch ein kaputtes Auto!“ Danke allen, die uns zugehoert haben und besonders auch fuer die leckeren Pistazien, die wir geschenkt bekommen haben (wir haben alle noch im Iran waehrend unzaehliger Pausen verputzt).



Herr Klein und Frau Schmidt erzaehlen von ihrer Reise

Noch 12 Tage ist mein Visum gueltig, als wir Teheran nach gut vier Wochen endlich verlassen. Wir sind unseren Gastgebern grossen Dank schuldig, dass sie uns so lange beherbergt haben und wissen gar nicht, wie wir es finden sollen, wieder unterwegs zu sein. Tobi faellt es schwer, die Gemuetlichkeit in Teheran hinter sich zu lassen, waehrend mir eher die Finger bzw. Waden kribbeln. Zeitweise Sesshaftigkeit aufzugeben ist dennoch wie immer schwierig. Immerhin verlernt man das Radfahren nicht so schnell.
 
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