Bilder und Geschichten

Am 13. Juni 2010
sind wir nach 577 Tagen,
21.297 Kilometern und
36 besuchten Ländern
nach Deutschland zurückgekehrt.

Regelmäßig erzählen wir von unserer großen Reise. Termine findet Ihr hier.
 
Nach 577 Tagen, 21.297 km und 36 besuchten Ländern sind wir seit 13.06. wieder zurück in der Heimat. Weitere Infos folgen bald!
 

Kilometerzähler

Gesamtbilanz

  21.297  Kilometer
133.164  Höhenmeter

Letzte Position
N 50°29.507'  E 007°53.618' 
Cholpon-Ata PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Daniela   

Kirgischer Kater und die Suche nach der Phantomfähre.

09.07.2007 - 15,97 km

Am nächsten Morgen spüre ich sehr deutlich die Folgen des Wodka-Gelages am vergangenen Abend: ich kann beim Frühstück am nächsten Morgen um neun noch nichts essen und Tobi nur stumm gegenübersitzen. Da wir bis abends im Zimmer bleiben können, gehen wir anschließend zum Strand, liegen in der Sonne und schwimmen.

Von dort aus sehen wir ein Fähren-ähnliches Schiff, und die Phantom-Fähre bis Karakol (bzw. zum in der Nähe am See gelegenen Ort Tüp) ist geboren. Zwei, drei Aussagen von Leuten, dass es so was gibt, ohne dass sie wüssten, wo sie abfährt, unterstützen die These. Wäre ja auch toll…

Den späten Nachmittag verbringen wir (unser Zimmer haben wir inzwischen geräumt und unsere Räder wieder bepackt) damit, auf einen Bus zu warten, der dann doch nur eine Marschrutka ist (Desinformation allerorten) und die Anlegestelle der Phantom-Fähre zu suchen. Tobi ist sehr überzeugt von deren Existenz. Die meisten Leute können nicht so viel dazu sagen, verstehen das Wort „Schiff“ aus meinem Mund nicht und sind irritiert. Jeden Weg zum Strand fahren wir ab, und da der Ort als einziger bisher besuchter aus unerfindlichen Gründen hügelig ist, ist das eine tolle Berg- und Tal-Bahn-Fahrt. Ohne Erfolg, denn als wir schließlich so was wie eine Anlegestelle gefunden haben, sagt mir der ansässige Gastronom, dass dort nur Ausflugsschiffe fahren, die kein Ziel haben als auf dem See herumzuschippern und eine kleine Runde zu drehen. Aha. Phantom-Fähre.

lenin.jpg
Lenin lässt sich durch nichts erschüttern.

Alles in allem also ein mäßiger Erfolg, dieser Tag. Ich kann noch herausfinden, dass am nächsten Tag um 12 ein Bus fahren soll, der angeblich Räder mitnimmt, ein Taxi würde wohl 1000 Som kosten (ca. 20 Euro) und wir sind unsicher wegen der Räder. Jedenfalls kennen wir nun alle Taxifahrer Cholpon-Atas, die auch ohne unser Interesse mit uns handeln, wodurch wir die Preisspanne zwischen „erster Preis“ und „Endhandelspreis“ einschätzen lernen.

Ich bin dem Nervenzusammenbruch schon recht nahe. So viele Fragen, so wenige klare Antworten, alle wollen immer direkt ein Zimmer loswerden und wissen woher wir kommen und alle rufen „Hello“. Ich will hier weg, bald, und hoffe sehr, dass es morgen klappt. Hier, wo alles so touristisch ist, strengen mich die Leute an und ich mich selbst, weil mein Russisch nicht gut genug ist, um wirklich kommunizieren zu können. Also hoffen wir, dass der Bus uns mitnimmt. Sonst raste ich aus.
 
< Zurück   Weiter >

Translation

Spendenbarometer


Our Goal: €7500
Currently: €7500
Updated: 03/01/2011

7500 €
wurden insgesamt für
Reha 2000
gespendet! Danke!
© 2012 weltperrad.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.