Mit Bus und Rad weiter um den Issyk-Kul.
10.07.2007 - 28,94 km
Endlich weg aus Cholpon-Ata! Wir haben es geschafft!
Die Nachricht am Busbahnhof, dass der Bus noch noch eine Stunde später als erwartet fährt, enttäuscht uns, mangels besserer Alternativen kaufen wir trotzdem ein Ticket, und wissen, dass es zumindest kein prinzipielles Fahrrad-Mitnahme-Verbot gibt.
Wir haben es geschafft!
Also warten wir noch mal Ewigkeiten, mir war mal wieder ganz schlecht vor Aufregung (im Nachhinein hört sich das tatsächlich albern an...), bis der Bus endlich kommt. Und uns mitnimmt! Und die Räder auch! Das schönste an der Aufregung ist dann doch die Erleichterung nachher.
Orthodoxe Kirche in Karakol.
Dreieinhalb Stunden dauert die Fahrt nach Karakol. Die Stadt macht einen sehr armen Eindruck, wirkt aber im Gegensatz zu Cholpon-Ata angenehmer für uns. Außerdem gibt es eine vom Reiseführer versprochene Touri-Info, in der wir Postkarten kaufen können und wo Tipps für Trekking-Touren in den Bergen angeboten werden... auch keine schlechte Fortbewegungsart.
In Karakol lerne ich auch zum ersten Mal eine kirgisische öffentlich Toilette kennen: eine Baracke, übel riechend, mit einer Reihe Löcher im Boden, nur mit niedrigen Sichtblenden voneinander getrennt: den Kopf der hockenden Frauen konnte man noch sehen.
Wir nutzen die Gelegenheit, zum letzten Mal für längere Zeit in einer größeren Stadt zu sein, decken uns mit Proviant ein und essen noch mal Schaschlik (halb Fett, halb Fleisch und ohne Ablenkung durch pflanzliche Zutaten), bevor es weiter mit dem Rad in Richtung Berge geht.
On the road again.
25 km fahren wir noch aus der Stadt heraus, bis wir unser Zelt aufbauen.