Wieder in der Zivilisation. 17.07.2007 - 68,72 km
Am nächsten Tag ist unser Ziel klar: Naryn - ohne dass wir genau wissen wie weit es ist. Aber wir wollen hin: essen, waschen, ein bisschen Luxus... leider geht’s weiter auf und ab, was Kondition und abwechselnd bei uns beiden auch die Motivation schwächt - umso mehr, als es zwar Orte und Geschäfte gibt, aber keine, wo man Cola kaufen kann oder sonst etwas, was unsere verwöhnten westeuropäischen Körper gerne hätten. Aber: Wir kämpfen uns durch, auch wenn Tobi der ständige Gegenwind fast zur Verzweiflung bringt.
Endlich in Naryn, dieser komischen, auf 20 km am Fluss langgezogenen Stadt, angekommen, ist die Auswahl an Unterkünften nicht allzu groß: entweder sind sie weit vom Zentrum entfernt, in Familien (wir sehnen uns aber nach Privatsphäre) oder teuer, wenn auch "western standard".
Schließlich landen wir im sowjetischen Hotel-Klotz des Ortes: riesig, leer, nicht sauber (auf dem Tisch in unserem Zimmer klebt ein Glas fest), wenig warmes Wasser, aber zumindest sehr geräumig und nicht teuer. Frisch geduscht fühlten wir uns wie neue Menschen, wenn natürlich auch die vielen blauen Fleck und Mückenstiche immer noch da sind. Die sonnenbrandgeplagte Haut verabschiedet sich hingegen an verschiedenen Stellen.