Immer wieder Gastfreundschaft.
21.07.2007 - 62,95 km
Von unserem Schlafplatz geht es am nächsten Tag zum nächsten Pass, wenn der auch nur 2600 Meter hoch ist. Genau deshalb stellte ich mir das ganze wie ein Kinderspiel vor.
Aber unsere Freunde Gegenwind, holprige Strecke und Hitze machen mir einen Strich durch die Rechnung, und die Auffahrt dann doch ziemlich anstrengend.
Mal wieder ein Pass.
Vom Pass aus geht es bis zum nächsten Pass erst einmal runter. Und gegen Abend gibt es auch hier wieder ein Zeltplatz-Problem: dichte Besiedelung, wenig Bäume, außerdem kaum Wasser. Schließlich frage ich zwei Männer, die Tobi beim Wasserfiltern beobachteten (endlich ist da ein Bach!), ob sie einen Zeltplatz wüssten.
Die beiden sagen jedenfalls, dass wir beim Haus des einen zelten können. Eigentlich wollen wir ja ein bisschen Ruhe... egal.
Diesmal auf'm Pferd.
Dort gibt es dann Essen und Trinken, viele andere Menschen sind zu Besuch, Kinderfahrräder werden repariert, Welpen laufen durch die Gegend, Tobi sitzt zum ersten Mal auf einem Pferd, verschiedene Männer auf Tobis Fahrrad (das IMMER spannender als meins ist) und ich muss intensiv Auskunft darüber geben, was man in Deutschland so verdient und wie viel alles kostet (Fahrrad, Wohnung, Zigaretten, Wodka - was man eben so braucht).
Mr. Cool hat alles im Griff.
Ein alles in allem sehr netter Abend, natürlich werden wir eingeladen, im Haus zu schlafen und lehnen es ab. Unser Zelt wird bestaunt (der Aufbau haargenau beobachtet), nur so richtig gut einschlafen können wir nicht, weil dort eben so viele Leute zu Besuch gewesen sind. Wenn jetzt einem von ihnen unsere Räder zu gut gefallen hatten? Doof eigentlich, aber durch unsere schlechten Erfahrungen sind wir doch misstrauischer geworden, auch wenn alle so freundlich zu uns sind.